Programme

Über uns

Trustbuilding-Programm

Das Trustbuilding-Programm wurde gemeinsam von Initiativen der Veränderung International (IofCI) und dem Fetzer-Institut in Kalamazoo/Michigan (USA) ins Leben gerufen. IofCIs Schwerpunkt wird durch das Motto "Vertrauen schaffen über alle Spaltungen hinweg" auf den Punkt gebracht. Zu diesem Zeitpunkt der Geschichte scheint praktisch jedes Land durch tiefe Spaltungen in Kultur, Sprache, Rasse, Ethnie, Religion oder Klasse innerlich zerrissen und gespalten zu sein.

IofC International hat in Übereinstimmung mit den UN-Zielen für eine nachhaltige Entwicklung (Ziel 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen) das Trustbuilding-Programm ins Leben gerufen. Das Programm führt unsere bewährtesten Praktiken und Fachkenntnisse in bestimmten, von Konflikten oder Spannungen geprägten Situationen zusammen. Die Teams werden von lokalen, nationalen und/oder internationalen Akteuren eingeladen, um bestehende Bemühungen um Frieden und positive Veränderungen in einer bestimmten Situation/Region zu ergänzen.

Das Programm begann im September 2019 in Kanada, Kenia und Frankreich und wird im Juni 2020 in 3 - 5 weiteren Ländern eingeführt.  


Sozialer Zusammenhalt und eine gerechte Gesellschaft

Gemeinschaftlicher Zusammenhalt steht im Mittelpunkt einer starken, lebendigen und sicheren Gesellschaft. Die Zusammenführung fragmentierter Gemeinschaften erfordert von allen Beteiligten das Beste, unabhängig von Rasse, politischen Ansichten oder Glaubenssystemen. Vertrauen zu schaffen ist die wesentliche Grundlage für den Aufbau einer gesunden Gesellschaft. Dies ist keine Technik, die gelehrt werden kann, sondern vielmehr ein bestimmter Stil eines bürgerlichen Leaderships, der eine Vision der Hoffnung und Chancen für alle bietet.

Die in unserer Gesellschaft erforderlichen Reformen erfordern häufig ein Mass an politischem Mut und vertrauensbasierter Zusammenarbeit, das nur von Menschen erreicht werden kann, die über eine bestimmte Vision, Integrität und Beharrlichkeit verfügen, um das Beste aus anderen herauszuholen und tiefe und langfristige Anstrengungen zu unternehmen.

Der nachhaltige, sektorübergreifende Ansatz von Initiatives of Change blickt auf eine lange und erfolgreiche Geschichte zurück. Er unterstützt die Bemühungen zur Überwindung von Spaltungen sowie den Aufbau eines sozialen Zusammenhalts und einer gerechten Gesellschaft. Ausganspunktk hierbei ist die Veränderung des einzelnen Menschen.


Unsere Ziele

Das Hauptziel des Programms ist es, durch die Entwicklung ethisch agierender und vertrauenswürdiger Führungskräfte auf allen Ebenen Vertrauen über die Spaltungen in der Welt hinweg aufzubauen.

 

Unsere Methoden

Wir inspirieren und statten Menschen mit jenen inneren Qualitäten, Techniken und Fähigkeiten aus, die notwendig sind, um Vertrauen über tiefe Trennungen hinweg aufzubauen, historische Wunden zu heilen, verschiedene Gruppen zu ehrlichen Gesprächen zusammenzubringen und sektorübergreifende Netzwerke zu entwickeln und aufrechtzuerhalten, die sich für sozialen Zusammenhalt und Gerechtigkeit einsetzen. Es ist uns wichtig, die nächste Generation von Führungskräften zu identifizieren und auszubilden.

Jedes lokale Projekt wird vor dem Hintergrund eines spezifischen Kontexts und Bedarfs mit IofC-Expertise, Wissen und Methoden konzipiert, um kontroverse Themen anzugehen und dort umzusetzen, wo akute soziale Unterschiede bestehen.

Unsere Arbeit wird durch den folgenden konzeptionellen Rahmen geprägt:

 

4 pillars of trustbuilding

 

1. Bei sich selbst beginnen

Initiativen der Veränderung basiert auf der Idee, dass sich die Welt zum Besseren verändert, wenn wir den Veränderungsprozess bei uns selbst beginnen. Der Schwerpunkt persönlicher Verantwortung durchbricht den Kreislauf von Leugnung, Schuld und Opferrolle. Der einzelne Mensch wird zum kreativen Katalysator der Veränderung, wenn er bereit ist, seine eigenen Einstellungen und Verhaltensweisen furchtlos zu überprüfen. Changemaker brauchen, ob sie sich nun einem bestimmten Glauben verschreiben oder nicht, ein konsistentes Wertesystem, das sich in ihrem persönlichen Leben und öffentlichen Handeln widerspiegelt.


2. Alle in ehrliche Gespräche einbinden

Im Zentrum der Vertrauensbildung steht ein integrativer und offener Dialog. In ehrlichen Gesprächen kommen alle Interessenvertretende an einen Tisch und bleiben engagiert bei der Sache. Das Erkennen grundsätzlicher Themen und die Schaffung eines sicheren Raumes für einen Dialog, bei dem die Teilnehmenden einander gut zuhören und sich selbst ehrliche Fragen stellen können, sind entscheidend, um eine gespaltene Gesellschaft zu vereinen. Dieser tiefe Dialog ermöglicht dem einzelnen Menschen die Entwicklung vom einfachen Informationsaustausch zu einer Erfahrung der Veränderung.


3. Geschichte anerkennen

Das Verständnis der Macht von Geschichte und Erinnerungen bei der Gestaltung gemeinschaftlicher Narrative ist ein wesentlicher Teil des Vertrauensbildungsprozesses. In einer fragmentierten Gesellschaft kann kein sinnvolles Gespräch über die Zukunft stattfinden, ohne dass der Schmerz und das Leid, das eine Bevölkerung erlebt hat, öffentlich anerkannt werden. Die Anerkennung historischer Wunden und die Würdigung unterschiedlicher Geschichten sind notwendige Schritte, um neue gemeinsame Narrative zu schaffen und Bewegungen aufzubauen, die sich mit den Hinterlassenschaften der Ungerechtigkeit auseinandersetzen.


4. Ein Team aufbauen

Unterschiedliche Teams, die sich aus Vertreterinnen und Vertretern aller Sektoren zusammensetzen, kommen zusammen, um ganzheitlich zu arbeiten und Vielfalt einzubeziehen. Sie sind die wirksamsten Faktoren, um Veränderung möglich zu machen. Wenn es nicht gelingt, ein wirklich vielfältiges Netzwerk des Vertrauens aufzubauen, werden viele wertvolle Initiativen geschwächt.

 

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