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Interfaith Conference 2017
Interfaith-Konferenz 2017: Grenzen überschreiten, Schranken einreissen
18. November 2017
Donnerstag, Dezember 28, 2017

Grenzen überschreiten, Schranken einreissen

Interfaith-Konferenz 2017

Manche Grenzen kann man sehen. Sie sind solide, wie die Mauern zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko. Andere wiederum sind weniger sichtbar, dennoch ist ihr Einfluss gross.

Politikerinnen und Politiker bauen unsichtbare Schranken um « unsere Identität » und « unsere Kultur », bei der Vermarktung werden Unterschiede zwischen Männer und Frauen geschaffen. Manche Grenzen ziehen wir selbst – wir nennen uns Linke oder Rechte, Christ oder Muslim. Oft jedoch werden Schranken von anderen aufgebaut, die uns als Minorität, als Elite, schwarz oder homosexuell einstufen. Welche Grenzen erleben wir persönlich und in unserer Gesellschaft ? Wie können sie überwunden werden?

Am 18. November 2017 kamen rund 150 Menschen verschiedener Nationalität und Religiion – Bahais, Hindu, Buddhisten sowie Angehörige der drei monotheistischen Religionen – bei der alljährlichen Interfaith-Konferenz im Internationalen Institut für soziale Studien in Den Haag zusammen. Die Konferenz fand unter dem Motto « Grenzen überschreiten, Brücken bauen » statt und wurde von Initiativen der Veränderung Niederlande in Zusammenarbeit mit der Studentenseelsorge von Den Haag Haastu organisiert.

Grenzbildung: Eine Form der Gewalt

Interfaith Conference 2017Nach einer religionsübergreifenden Eröffnung mit Gebeten und Liedern verschiedener Religionen wurden die Teilnehmenden gebeten, an « Dialogtischen » zu Diskussionen zusammenkommen und sich von den persönlichen Berichten einer menschlichen Bücherei inspirieren zu lassen. Hauptredner war der südafrikanische muslimische Gelehrte und Politaktivist Farid Esack. Als muslimischer Befreiungstheologe und Feminist ist Esack ein Mann, der keiner Kategorie zugeordnet werden kann.

Als eine amerikanische Universität ihn in ein eine Schublade stecken wollte und ihn zu einem Abendessen für « Minoritäten-Lehrkräfte » einlud, fühlte er sich zutiefst verletzt. « Objektiv gesehen sind Musliminnen und Muslime in Südafrika eine Minorität. Aber wir sind eine lebendige Gemeinschaft, die dort seit Jahrhunderten existiert hat und ich habe mich selber nie als Minorität gesehen. Wenn einem von anderen Menschen Grenzen aufgezwungen werden, die von diesen geschaffen wurden, ist dies eine Form der Gewalt. Sie verwandeln dich, ohne deine Zustimmung, in einen Aussenseiter. »

Lesen Sie den ausführlichen Bericht auf der Webseite von IofC Niederlande.