Menschen - Geschichten - Berichte

Irna Yugaswatie, President of IofC Indonesia

Im Gespräch mit IofC Indonesien

"Vertrauensbildung ist wie eine Brücke. Um die Brücke zu bauen, muss man vertikale Bauteile verbiegen. Sie dürfen aber nicht zerbrochen werden und man muss sie miteinander verbinden."

Dienstag, 14. Mai 2019

 

Jaella Brockman und Tracie Mooneyham im Gespräch mit Irna Yugaswatie, Präsidentin von IofC Indonesien:

 

Wann beschlossen Sie, bei IofC mitzuarbeiten? 

Ich kam 2005 mit IofC in Kontakt. Als Teenager hatte ich viele Probleme mit meiner Mutter. Ich rannte von zuhause weg und beschloss, nicht mehr zurückzugehen. In dieser Zeit besuchte ein IofC-Team meinen Campus. Nach einer Zeit der Stille und des Austauschs sah ich meine Mutter mit anderen Augen.

 

Was bedeutet "Vertrauensbildung" für Ihr Team?

Die meisten in unserem Team sind so um die 30. Das ist die Zeit, wenn man eine Familie gründet. Daher ist es schwierig, rauszugehen und mehr Leute zu erreichen. Wir sind jung und voller Energie, aber manchmal haben wir zu wenig Zeit.

Vertrauensbildung ist wie eine Brücke. Um die Brücke zu bauen, muss man vertikale Bauteile verbiegen. Sie dürfen aber nicht zerbrochen werden und man muss sie miteinander verbinden.

 

Was sind die grössten Schwierigkeiten, mit denen sich junge Menschen weitweit in den nächsten Jahrzehnen auseinandersetzen müssen?

Die Menschen müssen wieder menschlich werden. Das wird durch die Technologie und die Schnelllebigkeit, mit der wir unser Leben leben, immer schwieriger.

Wir junge Menschen müssen wieder spüren können, was es bedeutet, Mensch zu sein, zu vertrauen. Wir müssen unsere Herausforderungenn überwinden und nicht jene Gier weitergeben, die von vorigen Generationen vorgelebt wurde. Wir möchten nicht weiter ermutigt werden, die Natur zu zerstören. Vertraut uns, dass wir das wieder gutmachen können und schafft nicht weitere Schäden, die wir reparieren müssen.

 

Wie ermutigt Ihr Team junge Menschen, jene Veränderung zu sein, die sie sich für die Welt wünschen?

Ich habe das Glück, Teil eines tollen Teams zu sein. Ich denke, der beste Weg, um junge Menschen zu ermutigen, ist, ihnen zu ermöglichen, das Beste aus sich herauszuholen und sie zu Wort kommen zu lassen. Worte wie "Versöhnung" sind für die Generation der Jahrtausendwende schwierig - man muss sie mit sanfteren Worten, wie "Liebe", ersetzen.

Wir haben ausserdem ein Programm, das sich mit Aktien befasst. Junge Menschen mögen die Vorstellung nicht, dass Indonesien bald vielleicht Ausländerinnen und Ausländern gehört. Man kann ein paar Münzen in nationale Aktien investieren und so das eigene Land zurückkaufen. Die Menschen möchten investieren und ein Teil des indonesischen Wachstums sein.

 

Foto: Alena Vasilyeva

Sie möchten mehr über Irna erfahren? Lesen Sie das ganze Interview in der letzten Ausgabe von Network Focus auf xChange.