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Initiatives of Change (IofC) is a global network committed to building integrity and trust across the world’s divides
IofC in Kürze - 11 Fragen zu IofC
Initiatives of Change (IofC): Weltweites Netzwerk für den Aufbau von Integrität und Vertrauen in der Welt

Was Sie schon immer über IofC wissen wollten

 

1. Initiativen der Veränderung – Was ist das? Caux scholars for history page

Initiatives of Change (IofC) ist ein weltweites Netzwerk, das sich für den Aufbau von Integrität und Vertrauen über die Gräben der Trennung in der Welt einsetzt. Es bringt Menschen verschiedenster kultureller Herkunft, Nationalitâten, Glaubensrichtungen und Hintergründe zusammen, denen es ein Anliegen ist, die Gesellschaft durch Veränderung des Einzelnen und von Beziehungen neu zu gestalten, wobei dieser Prozess im eigenen Leben beginnt.

Augenblicke der persönlichen Veränderung geben dem Leben eines Menschen oft eine neue Richtung. Und persönliche Veränderung kann oft Veränderung in bestimmten Situationen mit sich bringen.

Der Hauptsitz von Initiatives of Change International ist Caux/Schweiz. IofC International ist eine Nichtregierungsorganisation (NGO) mit besonderem beratendem Status im Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen und einen Teilnehmerstatus im Europarat in Strassburg.

2. Wie fing damals eigentlich alles an?

Das Netzwerk Initiativen der Veränderung wurde in den 20er Jahren unter dem Namen „Oxford-Gruppe“ ins Leben gerufen. Initiiert wurde diese von Frank Buchman (siehe Buchmans Biographie auf www.frankbuchman.info).  Seine persönliche Erfahrung der Befreiung von seinem Groll gegen Kollegen stellte einen dramatischen Wendepunkt in seinem Leben dar. Ungeachtet der Rückschläge durch das Aufkommen von Kommunismus und Faschismus sowie die weltweite Wirtschaftsrezession, ließen sich in den 19020er und 1930er Jahren mehr und mehr Studenten an amerikanischen und europäischen Universitäten von seiner Überzeugung inspirieren, persönliche Veränderung sei der Schlüssel zu sozialem Wandel. Sein Werk weitete sich auf viele Bereiche der Gesellschaft aus und wurde zu einer weltweiten Bewegung einer moralischen und geistlichen Erneuerung, die unter dem Namen MRA weit bekannt wurde. Mehr dazu hier.

3. Wofür steht die Abkürzung MRA? 

In einer Zeit, in der zahlreiche Nationen im 2. Weltkrieg aufrüsteten, rief Frank Buchman zu einer 'moralischen und geistigen Aufrüstung' auf. Das Konzept schlug ein, und die Kampagne für eine Moralische Aufrüstung – MRA – wurde in Ostlondon im Jahr 1938 gestartet.

Jahrzehntelang waren MRA und die Arbeit, für die diese Abkürzung stand, international bekannt. Zu Beginn des neuen Jahrtausends jedoch wurde deutlich, dass der Begriff „Moralische Aufrüstung“ nicht länger dieselben Assoziationen hervorrief wie 1938. Deshalb wurde im Jahr 2001 der Name in "Initiativen der Veränderung" (Initiatives of Change, IofC) umgeändert. (siehe Pressemitteilung)

4. Was bedeutet das Logo?

Das Logo von Initiatives of Change stellt die Richtung einer Dynamik dar,  angeregt durch eine pesönliche Umorientierung. Es bedeutet ausserdem Zeiten der Zusammenkunft und der Begegnung.

  • Die Schatten in Form einer Welle (unten) zeigen ein potentielles Ansteigen einer Kreativität, die überall auf der Welt möglich ist.
  • Der Ausgangspunkt liegt höher als der Anfangspunkt.
  • Die Farbe (grün) signalisiert Natur, Wachstum und einen organischen Prozess.
  • Die dünne, unterbrochene horizontale Linie bedeutet sowohl Stabilität als auch Freiheit innerhalb der Dynamik.

Der fettgedruckte Slogan in Kursivschrift dehnt sich entlang der dünnen Linie aus und signalisiert:

  • dass der Aufbau von Vertrauen ein aktiver Prozess ist und Zeit braucht.
  • den Sinn einer Brücke über alle Inhalte oder Zusammenhänge hinweg, die jenseits der Linie liegen.
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5. Ist Initiatives of Change eine religiöse Organisation?

IofC hat geistliche Wurzeln, jedoch keine religiöse Zugehörigkeit. Die Menschen, die bei IofC mitarbeiten, stammen aus einer Vielfalt von Hintergründen und Glaubensrichtungen. Diejenigen, die glauben, werden darin ermutigt, sowohl ihre Wurzeln in dieser Tradition zu stärken als auch den Glauben anderer zu entdecken und zu respektieren. Alle werden befähigt, für eine dauerhafte Veränderung in der Gesellschaft zusammenzuarbeiten.

Frank Buchman, der Gründer IofCs, war überzeugter Christ, aber Angehörige anderer Religionen und solche, die sich keiner Glaubensrichtung zugehörig fühlen, arbeiteten ebenfalls bei ihm mit. Buchmans Ansatz, Menschen verschiedener Kulturen und Glaubensrichtungen zu schätzen, war seiner Zeit damals weit voraus.

In einer Zeit der wachsenden kulturellen Spannungen rund um den Erdball bestärkt IofC sein Engagement für den Aufbau von Beziehungen auf der Basis von Vertrauen über die sozialen, ethnischen und religiösen Gräben unserer Welt hinweg.

 6. Was sind die Leitgedanken von IofC?

Initiatives of Change hebt die enge Verbindung zwischen persönlicher und globaler Ebene hervor: Wenn sich Menschen und Beziehungen ändern, verändern sich auch Situationen.

Der Gründer von IofC, Frank Buchman, glaubte vor allem daran, Menschen zu helfen, ihr Potential zu erschliessen. Vor diesem Hintergrund legen wir besonderen Wert auf:

  • Nachdenken – auf die Stimme der Weisheit in uns, die Stimme des Gewissens oder aber, wie es andere nenne würden, auf den Geist Gottes hören und daraus Kraft schöpfen
  • Sich den höchsten menschlichen Werten verpflichtet fühlen - ein "Realitätscheck", duch den man sein wahres Ich klarer sieht und der eine Suche in Demut nach mehr Integrität und tieferer Leidenschaft inspiriert
  • Vergebung - Loslassen von Hass, Ablehnung und den Urteilen gegenüber uns selbst und denjenigen, die uns schlecht behandelt haben: ein Prozess, der uns den Blick für unser eigenes Potential und das anderer öffnen kann.
  • Das grosse Ganze sehen - es wagen, von einer Welt zu träumen, in der die Bedürfnisse der gesamten Menschheit erfüllt werden und unseren einzigartigen Teil entdecken, daran mitzuarbeiten, damit diese Vision Realität wird.

Wann immer ein Mensch durch Mitgefühl oder sein Gewissen der Realität über sich selbst ins Auge sieht und ehrliche Schritte zu einer Veränderung unternimmt, überträgt sich dieses Handeln auf andere. Es inspiriert ein Wachstum des menschlichen Geistes, der wiederum Initiativen der Veränderung in Familien, Gemeinden und weit darüber hinaus entfacht.

Diese Integrität könnte der Motor sein, der soziale Veränderung im 21. Jahrhundert antreibt - eine zunehmende Eigendymanik durch Menschen, die sich für Veränderung und Versöhnung einsetzen und vertrauensvolle Beziehungen über die Gräben dieser Welt hinweg aufbauen. Mehr zu den Grundideen IofCs >>

7. Was ist eine "Zeit der Stille"?

Eine Stille Zeit ist eine Zeitspanne, die man sich – möglichst täglich – nimmt, um auf die  innere Stimme des eigenen Gewissens oder den Geist Gottes, wie es manche nennen, zu hören, um Veränderungen im eigenen Leben in Erwägung zu ziehen und Neuorientierung zu suchen.

Es kann oft helfen, die Gedanken, die einem während dieser Zeit durch den Kopf gehen, aufzuschreiben und eventuell mit anderen darüber zu reden. Mehr zur Stillen Zeit kann in englischer Sprache hier als PDF-Dokument heruntergeladen werden. Ausserdem in PDF-Format erhältlich: The Sound of Silence.

8. Warum setzt sich Initiatives of Change für moralische Werte ein?

Buchman hatte eine Gabe dafür, geistig-religiöse Wahrheiten in einer nicht-religiös geprägten Sprache auszudrücken. Seine Erfahrungen aus Begegnungen und Gesprächen mit Menschen aller Glaubensrichtungen und Kulturen zeigten ihm, dass in vielen Gruppen und Kulturen Prinzipien wie Ehrlichkeit, Reinheit, Selbstlosigkeit und Liebe universal vertretene Werte waren, die als wichtig befunden wurden.

Angesichts der menschlichen Fähigkeit der Selbsttäuschung durch selektives Vergleichen unseres moralischen Verhalten mit dem anderer, wurde sich Buchman der Notwendigkeit bewusst, diese Werte zur Wahrnehmung und als Orientierungshilfe als "absolut" anzusehen. Diese Prinzipien bilden die Verrauensgrundlage, auf der zahlreiche Initiativen der Veränderungen aufgebaut sind.

Mountain House

9. Wie wird Initiatives of Change finanziert?

IofC finanziert sich weitgehend aus Beiträgen von Menschen, die glauben, dass der Geist und die Umsetzung dieses Ansatzes gebraucht werden. Gezielte Projekte werden verstärkt durch Stiftungen und offizielle Körperschaften finanziert. In zahlreichen Ländern existieren Gremien, die für die Verwaltung von Geldern und Besitz verantwortlich sind.

Jede Initiative wird mit der Erwartung einer Ressourcenteilung und im Vertrauen darauf angegangen, dass Menschen, die uneigennützig handeln, Unterstützung aus unerwarteter Quelle erhalten werden. Mehr zu IofCs Finanzen>>

10. Wie viele Menschen arbeiten für Initiativen der Veränderung? 

In den meisten Ländern gibt es keine formelle Mitgliedschaft für Initiativen der Veränderung. Viele Menschen engagieren sich freiwillig auf vielfältige Art und Weise. Mehrere hundert Menschen arbeiten weltweit vollzeitlich mit all ihrer Energie und Kraft für IofC; viele Tausende leben es als die Grundlage für ihr Familien- und Arbeitsleben; und bei zahlreichen anderen hat die Umsetzung von IofCs Grundsätzen weitreichende Veränderungen in ihrem Umfeld bewirkt. 

11. Wie kann man bei Initiatives of Change mitarbeiten?

Jeder, der daran mitarbeiten möchte, Vertrauen über die Gräben in dieser Welt hinweg aufzubauen, kann sich bei IofC engagieren. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, kontaktieren Sie bitte das IofC-Zentrum in ihrer Nähe. Für Spenden (auch in Form von Zeit und Fähigkeiten), bitte hier klicken.