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Our world at a crossroads
Rajmohan Gandhi spricht in London zu einer Welt am Scheideweg
20. April 2017
Samstag, April 22, 2017

Rajmohan Gandhi spricht in London zu einer Welt am Scheideweg

Rajmohan Gandhi

Rajmohan Gandhi hielt am 20. April 2017 in London eine öffentliche Rede und sprach ehrlich über die Herausforderungen für den Frieden und die Aussöhnung in unserer heutigen Welt. Das Event wurde gemeinsam von Initiativen der Veränderung, dem Faiths Forum for London, der Next Century Foundation und der Guerrand-Hermès Foundation for Peace organisiert.

Professor Gandhi, Enkel von Mahatma Gandhi, sprach am Londoner Institut für Ingenieurswesen und Technologie vor einem gebannten Publikum zum Thema "Unsere Welt am Scheideweg: Perspektiven für den Weg nach vorne". Gandhi sprach über die Sinnlosigkeit des Krieges, die Bedeutung von Aussöhnung und Herausforderungen angesichts der Rechte von Minderheiten, wie beispielsweise im heutigen Indien.

Gandhi sprach offen und bescheiden sowohl über das Erbe seines Grossvaters als auch über dessen Widersprüchlichkeiten. Seiner Meinung nach bilden wir uns alle Meinungen über andere Menschen, doch viele von uns wissen nur sehr wenig über sie. Dies sei die Grundlage der ständigen Gefahr, andere schlechter zu behandeln.

World at a crossroads

Gandhi lobte diejenigen in Grossbritannien, die bereit seien, die Verantwortung für die Exzesse und Ungerechtigkeit des Kolonialismus zu übernehmen. Gleichzeitig forderte er die junge Generation heraus, die revolutionäre Ansicht ihrer Vorväter, alle Menschen seien gleichwertig, weiterzutragen.

Er sagte: "Freiheit und Gleichheit wurden schon immer bedroht und sind es auch heute. Sie werden im Namen einer Nation oder Religion oder Kultur oder der Sicherheit angegriffen. Aber sie werden überleben! Sie werden weiterbestehen, weil die menschliche Seele immer nach Freiheit und Gleichheit streben wird."

Auch angesichts verschiedener Fragen aus dem Publikum von Zuhörern aus Libyen und Westpapua sowie Kommentaren zu Nordkorea und der aktuellen Weltlage hielt Gandhi an seinen Prinzipien fest: "Hass bringt uns um, nicht den Feind.", sagte er und bat das Publikum, über gewaltlose Protestmöglichkeiten nachzudenken, um in ihrem Umfeld Wandel zu bewirken.

Question being asked to Rajmohan Gandhi

 

Den ausführlichen Bericht von George Dabby können Sie hier in englischer Sprache nachlesen.

Fotos: Jonty Herman