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William Morris, Kelly Burks and Imad Karam at the launch of "The man who built peace" in the British Parliament.

Frank Buchman der Welt zurückgeben

Preisgekröner Dokumentarfilm über das Leben Frank Buchmans

Freitag, 22. Juni 2018
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Ein preisgekrönter Dokumentarfilm über Frank Buchman, den Gründer der Bewegung "Initiativen der Veränderung", wurde diese Woche dem britischen Parlament und anschliessend einem grösseren Publikum in der Londoner Innenstadt vorgestellt. Der Film "Der Mann, der Frieden schuf" wurde von Imad Karam und Kelly Burks produziert und hat schon fünf internationale Preise gewonnen.

Der Herzog von Montrose, der die Filmvorführung im Parlament moderierte, sagte: "Frank Buchman wollte die Welt retten und man kann sein Leben nur vor diesem Hintergrund verstehen. Dieser Film konzentriert sich vor allem auf seinen Beitrag bei der Überwindung von Feindseligkeiten nach dem Zweiten Weltkrieg, für den er von Frankreich, Deutschland, Japan und den Philippinen ausgezeichnet wurde.

Carolyn Hayman, Mitbegründerin von Peace Direct, stellte den Film Parlamentsmitgliedern, Forschungsassistentinnen und -assistenten und anderen Anwesenden vor. "Buchman war Teil einer ausserordentlichen Gruppen von Führungspersönlickeiten, zu denen ich auch Mahatma Gandhi, Badshah Khan (auch als "Gandhi der Grenzen" bekannt), Martin Luther King und Nobelpreisträgerin Leymah Gbowee zähle, die Frauen in Liberia aufrief, Frieden zu stiften. Sie sind alle Sterne am Firmament der Friedensförderung.

Doch genauso wie man am Nachthimmel Millionen kleinerer Sterne sieht, so arbeiten überall auf der Welt Menschen daran, in ihrem Umfeld Frieden zu stiften, wobei sie Techniken einsetzen, die von Buchman stammen: persönliche Veränderung und Selbsterkenntnis als Beginn eines gesellschaftlichen Wandels, geduldiges Zuhören, Empathie, ein wahres Verlangen, die Welt aus einem anderen Blickwinkel zu begreifen."

Zwei Tage später nahmen 270 Menschen, darunter Diplomatinnen und Diplomaten verschiedener Länder, an einer öffentlichen Filmvorführung an der Royal Geographical Society teil. Kelly Burks, Koproduzentin des Films, eröffnete den Abend mit den Worten: "Jede Tür, die irgendwo auf der Welt verschlossen ist, ist durch den Mangel an Liebe verschlossen. Es ist unsere kollektive Verantwortung, Türen in der ganzen Welt liebevoll zu öffnen."

William Morris, Generalsekretär der Next Century Foundation, stellte den Film vor und sprach darüber, was ihn der Film gelehrt hat. Als er ihn zum ersten Mal sah, befand er sich in bitterem Streit mit einem Treuhänder der Stiftung. Genau wie Buchman wurde ihm bewusst, dass seine Bitterkeit und Selbstzufriedenheit Teil des Problems waren und er schrieb einen Entschuldigungsbrief. Der Streit endete friedlich.

Im Anschluss an die Vorführung stand ein Mann mittleren Alters auf: "Bis vor kurzem war ich für bewaffneten Raubüberfall im Gefängnis", sagte er. "Ich war Alkoholiker und drogenabhängig, ein gebrochener Mann. Die Anonymen Alkoholiker haben mir geholfen. Ich rief zu Gott und erhielt die Botschaft, mich zu reinigen. Ich begann, mich an den Prinzipien der Anonymen Alkoholiker zu orientieren. Diese Prinzipien stammen von Buchmann und ich fand innere Ruhe. Andere auf meinem Stock interessierten sich für das, was mich verändert hat und wurden ebenfalls clean. Jetzt habe ich meine Enkelkinder zurück und führe ein anständiges Leben. Für mich geht es darum, diese Art zu Leben weiterzugeben und bei jungen Menschen anzufangen."

Ein Labour-Abgeordneter des Oberhauses sagte, er sei "extrem dankbar" für diesen Film und seine Aussage, "sich innerlich in der Stille zu sammeln und auf Antworten zu warten." Wie nutzen wir den Film, fragte er, "um diese Botschaft einer Gesellschaft weiterzugeben, die uns ermutigt, uns auf uns selbst zu konzentrieren, egal was passiert?"

Amina Dikedi aus NIgeria, die Initiativen der Veränderung als junge Frau kennenlernte, erzählte, wie sie dadurch die schwierige Beziehung zu ihrem Vater heilen konnte. Inzwischen ist sie Präsidentin der NGO Creators of Peace und hilft Frauen in vielen Ländern zu entdecken, wie sie Frieden schaffen können. "Die Arbeit Buchmans ist heute so wichtig wie nie zuvor", sagte sie.

Armina Khalid, Leiterin der Community-Programme bei Initiativen der Veränderung Grossbritannien, zeigte bei ihrem Bericht über ihre wichtige Arbeit in London auf, wie bei Messerstechereien und Radikalisierung die im Film aufgezeigten Friedens- und Aussöhnungsmethoden eingesetzt werden. Sie sprach ausserdem über das Engagement IofCs, Wege zur Lösung der Flüchtlingskrise in Grossbritannien und Europa zu finden.

Filmregisseur Dr. Karam sagte zum Abschluss, er habe beschlossen, den Film zu drehen, weil "Buchman heutzutage zu wenig bekannt ist und ich ihn der Welt zurückgeben wollte." Er habe ihn ausserdem für die Menschen von Initiativen der Veränderung gedreht, zu denen er gehöre. "In diesem Land, wie auch anderswo, gibt es einen luftleeren Raum, wenn es um moralisches Leadership geht", erklärte er. "Und ich denke nicht, dass wir der Herausforderung gewachsen sind. Dieser Film kann uns helfen, jene Inspiration zu finden, die wir brauchen, um eine Kraft des Guten in der Welt zu sein."